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Ägypten [Lifeticker] - Schrecken ohne Ende

Die Toten Ägyptens sind kalt, die Straßen leer. Das Schreien und Stöhnen der Verletzten und Sterbenden jedoch geht weiter – und wird sich in den nächsten Monaten, vielleicht noch Jahren fortsetzen. Nicht auf den Tragbahren und nicht in den Krankenhäusern oder blutüberschwemmten Lazaretts, auf jeden Fall aber in den Köpfen der Überlebenden.
Die hässliche Fratze des ägyptischen Militärs hat gestern die Maske abgenommen und aus ihren Augen stießen Maschinengewehrsalven in die Menschen. Nun ist zusammen mit vielen hundert Ägyptern auch die Revolution vom Januar 2011 mit Tränengas überzogen, mit Schrotkugeln gespickt und von Scharfschützen in den Kopf geschossen worden.
Es mag Jahre dauern, bis die Gesamtmasse aller Foto-, Video- und Zeugenaussagebeweise so ausreichend gründlich gewürdigt worden sein wird, dass selbst das Militär einräumen muss, schwere Verbrechen begangen zu haben. Gestern lachte es seinen Gegnern noch durch den Mund seines „Innenminister“-Püppchens Ibrahim offen ins Gesicht: die Polizei wurde wegen ihrer „Zurückhaltung“ gelobt. Was nicht weniger bedeutet als: „Ihr habt doch Glück gehabt. Wir hätten mit Leichtigkeit auch fünfmal mehr abknallen können.“
Völlig unverständlich von der Sache her sind die merkwürdigen Statements gerade aus den USA. Sie verblüffen, weil sie verbal völlig anders lauten als zu erwarten stand. Fragwürdiges Geschwurbel; rhetorisch hilfloses Gestammel war es, und wohl nur als unzulängliches Feigenblättchen gedacht, welches man über die Zufriedenheit und Freude hängt, mit der man den „Zustand“ Ägyptens heute betrachtet.
Ich hätte folgende Rede von Kerry, Ernest oder Obama erwartet:


„Wir beglückwünschen die ägyptische Generalität für die Entschiedenheit, mit welcher sie unsere Interessen im Land durchsetzt. Unsere Bemühungen, den Putsch durch nebulöses Lavieren, mit politisch geprägten Manövern als solchen zu relativieren, waren offensichtlich erfolgreich. Nun hat die Welt eine echte Chance, durch den heute neu und künstlich erzeugten Bürgerkrieg in Ägypten die gesamte Region zuverlässig in einem Zustand der Lethargie niederzuhalten, wie wir ihn unter Mubarak genießen konnten. Insbesondere übermitteln wir sehr herzliche Glückwünsche von Benjamin Netanjahu, der das extrem energische Zertreten seines Nachbarn begrüßt.“


Ich bemühe mich nicht, die tatsächlichen Reden und Stellungnahmen zu zitieren; sie sind derart wirklichkeitsfremd, dass sie verstören. Geradezu peinlich in ihrer Fadenscheinigkeit; unangenehm, weil man sich in Washington offensichtlich noch nicht einmal die Mühe macht, die eigenen Interessen geschickter zu verbergen, aus Respekt vor der Weltbevölkerung mehr Arbeit, Mühe und Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, die wahren Absichten zu verschleiern. Und diplomatischerweise verzichtete die ägyptische Militärregierung auch darauf, die USA offen wegen ihrer absichtsvoll unzureichenden Versuche, das Blutvergießen zu verhindern, auszulachen. Sie wischte sich die mageren Versuche, Einfluss zu gewinnen, mit halblautem Gemurmel wie eine Fliege vom Uniformärmel. Natürlich, warum auch nicht – denn sogar SPIEGEL-Online dämmert:

"Ägyptens Militärs hat das nicht gekümmert und nicht stoppen können. Es ist offensichtlich: Obamas Drohungen nehmen sie nicht für voll."


Das deutsche Gewäsch und Geheule durch Westerwelle verhält sich wie lästige Störsignale im  Radio – man versucht unwillkürlich daran vorbei zu hören, es wegzuregeln, um das eigentliche Programm mitzubekommen.
Na – Europas und US-amerikanische Politiker können doch mit dem Erreichten sehr zufrieden sein, wehalb sie sich die Mühe geben, ihren Bevölkerungen irgendwie mitteilen zu müssen, es verhielte sich alles ganz anders, ist völlig unverständlich. Ägypten ist durch das perfide Benutzen, Missbrauchen und Vergewaltigen der gesamten Bevölkerung des Landes endlich wieder zu dem geworden, was man immer haben wollte: ein zerrissenes, notleidendes und unterdrücktes Land, fest in der Hand brutaler Herrscher, die für Geld und Macht jeden und alles zerstören, was sich ihnen in den Weg stellt.
Die Revolution ist vorbei – und Mubarak heißt heute al-Sisi.

15.8.13 10:04


Deutschland - Deine Reize

Manche muslimischen Geschwister haben es schon bestaunt und viele nichtmuslimischen Deutsche wollen es irgendwie nicht wahrhaben: es gibt ihn tatsächlich, den deutschen Muslimen, der sich wunderbar mit seiner Heimat arrangieren kann.

 Erst heute morgen fuhr ich durch einen wundervollen Sonnenaufgang und die noch leicht nebeligen Wiesen zwischen den Wäldern zauberten aus den Strahlen ein schönes Licht.

"Alhamudlillah." dachte ich und widmete einen nicht geringen Teil meiner allmorgendlichen Fahrt dem Gedenken an eine ganze Reihe sehr schöner Erinnerungen an eindrucksvolle Landschaften, die ich in meinem Leben schon besuchen und bestaunen durfte.

Ich wanderte schon durch Wüsten, bestaunte ein paar Mal witzige Fata Morganas, trank kühles, klares Wasser in Oasen und stand an einem wunderschönen Marmorbrunnen auf einem Bergplateau inmitten Tunesiens und konnte mich kaum an der Landschaft sattsehen. Brausenden Sturm auf dem Ärmelkanal, staunenswert gigantische Eisplatten bei St. Peter Ording, die verspielte Strandschönheit der Ostsee - aber auch das staunenswert titanenhafte der Gebirge im Süden mit den dampfenden Wäldern, den schroffen Felsen habe ich erlebt.

Aber auch die "zerrissenen" Berge im Norden Spaniens habe ich durchstreift, im lachenden Barcelona eine wunderbare Paella gegessen und das Verspielte an der dänischen Nordküste so sehr wie das niedlich-britische der englischen Südküste genossen.

Trotzdem berührt mich die Schönheit unseres Landes hier mindestens ebenso tief wie die der Fremde und es gibt kaum Schöneres als den wasser- und krautsatten Duft eines seufzenden Waldes im Hochsommer nach einem kräftigen Regen. Das Glitzern der Tropfen auf tausend Grüntönen an kräftigem Holzbraun, das fröhliche Gezwitscher erfrischter Vögel macht Bilder, die man eingerahmt zwischen die schönsten Erinnerungen des Lebens ins Gedächtnis stellt - und nicht mehr vergessen, verlieren will.

Auch das ist für mich pulsierender, fröhlicher und heller Islam: ich danke Allah für die Wunder dieser ganzen Welt; ohne Allah würde ich diese Bilder nicht sehen, nicht fühlen ... das gelingt mir erst, seit ich zur Wahrheit gefunden hatte.

14.8.13 08:55


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